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MIC-Zentrum der Mattner Klinik

 

Zentrum für minimal invasive Untersuchungsmethoden des oberen und unteren Verdauungstraktes

Zentrum für minimal invasive Chirurgie

Screening-Untersuchungen zum Ausschluss von Krebserkrankungen in der Mattner-Klinik:
 
Die Mattner Klinik hat sich in dieser bedrohlichen Krebserkrankung des oberen und unteren Verdauungstraktes angenommen und ein neues Zentrum für die minimal invasive Chirurgie in Köln-Porz gegründet. Ein Teil dieses Zentrums ist der " Endoskopie-Service", mit welchem ein internationales, sehr erfahrenes Ärzte-Team mit neuesten Untersuchungsmethoden und der modernsten apparativen Ausstattung nach aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeitet. Dabei werden in der Diagnostikphase sämtliche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der aktuellen, flexiblen Endoskopie angeboten. Aber auch die operativen Versorgung der frühen Krebsveränderungen können durch die bewährte "Minimal invasive Chirurgie" ebenfalls mit den neuesten operativen Technologien angeboten werden.

Früherkennung bei Krebserkrankungen der Speiseröhre, des Magens und des Dickdarms

Dickdarm- und Enddarmkrebs sind die zweithäufigsten Krebserkrankungen mit Todesfolge in Westeuropa und den Vereinigten Staaten. Bei ungefähr 5%-6% der erwachsenen Bevölkerung entwickelt sich eine Dickdarm-Krebserkrankung, davon mehr als die Hälfte mit Todesfolge. In den USA verstirbt täglich alle 60 Sekunden ein Patient auf Grund einer Krebserkrankung. Die Ursache der Erkrankung ist begründet durch ein Zusammenspiel zwischen Genen und Umwelteinflüssen, unglücklicherweise haben nur fünf Prozent der Fälle eine identifizierbare, genetische Ursache (als Chance zur Früherkennung), welche eine Disposition zur Dickdarmkrebserkrankung darstellt und wobei nur wenig Hoffnung besteht, daß diese Erkrankung durch Medikamente, den Lebensstil oder durch diätetische Maßnahmen verhindert werden kann.

Somit bleibt lediglich übrig über eine Screeninguntersuchung der Bevölkerung, als die effektivste Maßnahme, diese im Frühstadium heilbare Erkrankung zu entdecken und kompetent zu bekämpfen. Experten haben vehement gefordert ab dem 50. Lebensjahr regelhafte Screening-Vorsorgeuntersuchungen sowohl des oberen als auch unteren Verdauungstraktes durchzuführen. 

Es ist statistisch evident, dass Vorsorge-Screening-Untersuchungen bei symptomlosen Patienten mit normalem Durchschnitts-Erkrankungsrisiko sowohl die Häufigkeit der Entwicklung von lebensbedrohlichen Dickdarmkrebserkrankungen als auch konsequenterweise die Sterblichkeit an dieser Erkrankung reduziert. Vorstadien des Dickdarmkrebses wie zum Beispiel Polypen oder Adenome der Schleimhaut können dadurch frühzeitig entdeckt und entfernt werden.

Symptome der Dickdarm-Enddarm-Krebserkrankung

Im Frühstadium ist den Dickdarm-Enddarm-Krebserkrankung symptomlos. Frühsymptome sind zum Beispiel eine Änderung der Verdauungsfunktion, der Patient muss häufiger oder weniger häufig zur Toilette gehen als normalerweise. Das Kaliber des Stuhls könnte sich verringern. Der Patient leidet unter Verstopfung oder dem Gefühl der unvollständigen Stuhlentleerung, es könnten Blut- oder Schleimauflagerungen am Stuhl vorhanden sein. In späteren Stadien könnte eine chronische Verstopfung entstehen bzw. dieses könnte auf Grund von Blähungen auch krampfhafte Schmerzen verursachen. 

Hochrisikogruppen

Patienten mit identifizierbaren genetischen Ursachen wie zum Beispiel die familiäre Polypose (gehäufter Auftritt von Polypen im Darmrohr) oder die Nicht-Polypose-bedingte, anlagebedingte Dickdarm-Enddarm-Krebserkrankung in der Familiengeschichte haben ein Erkrankungsrisiko zu 80%-100% und benötigen somit häufige Screeninguntersuchungen. Risikogruppen mit mittlerer Erkrankungshäufigkeit sind zum Beispiel Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus-Crohn-Erkrankung oder Patienten mit Dickdarm-Enddarm-Krebserkrankungen bei Angehörigen ersten Grades. Diese haben ein Erkrankungsrisiko zu ca. 20 Prozent. Unabhängig von den genannten Vorbelastungen ist die Erkrankungshäufigkeit der Durchschnittsbevölkerung, wie schon oben erwähnt, zu fünf bis sechs Prozent feststellbar. Das Risiko der Erkrankung steigt nach dem 45.Lebensjahr drastisch an. 

Screening-Methoden Kombination zwischen Enddarmspiegelung und dem okkulten Bluttest des Stuhles:

Bei dieser Strategie wird ein flexibles Endoskop durch den Anus in den Enddarm-Anteil des Dickdarms eingeführt. Zusätzlich wird zuvor der Stuhl auf "versteckte Blutbeimengungen" untersucht. Auf diese Art und Weise werden ca. 76 Prozent der Dickdarm-Enddarm-Krebserkrankungen (Kolorektale Karzinome) entdeckt. Unglücklicherweise befinden sich manche dieser Tumoren jedoch höher als ca. 30 cm vom Anus entfernt und können somit nicht erkannt werden. Insbesondere bei älteren Patienten werden auf diese Weise eher Tumoren übersehen, da ältere Patienten damit mehr belastet sind. Weiterhin wird eine signifikante Zahl von gutartigen Polypen und anderen Tumoren als Vorstadien der Krebserkrankung insbesondere im höheren Abschnitt des Dickdarms gefunden, welche somit nicht entdeckt werden können. Da diese Methode der reinen Enddarm-Diagnostik jedoch ausgesprochen einfach und nur mit geringeren Beschwerden durchgeführt werden kann, wird diese auch häufiger alleinig angewandt. Ferner wird auf diese Art und Weise bis zu 70 Prozent der Fälle auch ohne(!) Blutnachweis im Stuhltest im Erkrankungsfalle ein Tumor im Enddarm entdeckt. Wenn alleinig die Stuhluntersuchung mit dem Teststreifen auf Blutbeimengung durchgeführt wird, werden ca. 15 Prozent bis 33 Prozent Minderung der Sterblichkeit an dieser Krebserkrankung bewirkt. 

Screening-Untersuchung mit der kompletten Dickdarmspiegelung: 

Die sogenannte Coloskopie kann Beides bewirken: Es können Vorstadien einer Krebserkrankung erkannt werden. Gleichzeitig können Veränderungen sowie Polypen und Adenome durch dieses Endoskop entfernt werden. Dadurch wird eine Änderung des somit entfernten Gewebes von gutartig zu bösartig verhindert. Die Dickdarmspiegelung erlaubt somit einen sicheren Überblick im gesamten Dickdarm mit der sofortigen Möglichkeit der Entfernung von suspekten Veränderungen, bzw. eine Probeentnahme von Gewebeanteilen und deren kurzfristige Untersuchung.

Gegenwärtig ist die Coloskopie die beste Methode, welche zur Vorsorgeuntersuchung zur Verfügung steht. In Bezug auf die dadurch mögliche, sofortige Polypenentfernung konnte in großen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden, dass die Erkrankungshäufigkeit an Dickdarm-Enddarmkrebs nach durchgeführter Polypenentfernung um 76% bis 90% reduziert werden konnte (National Polyp Study,N Engl.J.Med.1993). Das Ergebnis der meisten kürzlich durchgeführten Analysen ist, dass die komplette Dickdarmspiegelung-Screening-Untersuchung die Häufigkeit der die Dickdarm-Enddarm-Krebserkrankungen um ca. 58% bis 86% und die Sterblichkeit an dieser Erkrankung um 64% bis 90% reduzieren könnte!

Speiseröhrenkrebs und Magenkrebs: 

Obwohl diese Krebsarten weniger häufig in der europäischen und der amerikanischen Bevölkerung gefunden wird, treffen dennoch die für die Dickdarm-Enddarm-Krebserkrankung angeführten Argumente genauso zu. In Japan wurde auf Grund eines konsequent durchgeführten Screening-Programms für diese Erkrankungsart erreicht, dass die höchsten Heilungsraten für diese Krebsarten in der Welt erzielt werden konnten. In der westlichen Bevölkerung nimmt jedoch der Krebs vom Mageneingang (Cardia-Karzinom an der Verbindung zwischen der Speiseröhre und dem Magen) deutlich zu, da vermehrt " Refluxerkrankungen " mit Brennen in der Speiseröhre (Sodbrennen) auftreten, welches ein deutliches Zeichen von rückläufigem Säureaustritt aus dem Magen in die Speiseröhre bedeutet und die beständige Säureeinwirkung die empfindlichen Speiseröhren-Schleimhautzellen reizt. Bei der beständigen " Reparatur-Heilung " der Speiseröhrenschleimhaut kann es dann zu bösartigen Gewebeveränderungen kommen. Die Häufigkeit von Magenkrebs ist in Deutschland zur Zeit mit 23 Patienten auf 100.000 Männer und 9 Patientinnen auf 100.000 Frauen festgestellt. Dieses bedeutet den 4. und  6.Platz in weltweiten Statistiken für Krebserkrankungen. Die Sterblichkeit beträgt bei Männern 9,7/100.000 und bei Frauen 0,9/100.000. Dieses bedeutet den 11. und 19. Platz in den oben angeführten Statistiken für Krebserkrankungen.

In der westlichen Bevölkerung werden diese Krebsarten in dem noch heilbaren Vorstadium leider nur selten entdeckt. Zur Verfügung steht die endoskopische Dickdarmuntersuchung und die Bauchspiegelung (Schlüsselloch-Chirurgie mit winzigen Schnitten), wartet der betreffende Patient jedoch den Fortschritt der Krebserkrankung ab, steht lediglich nur die" offene und große Bauchchirurgie " zur Verfügung, weiterhin ist die Chance zur Ausheilung deutlich geringer. 
 
Risikofaktoren und Symptome:
 
Patienten mit Refluxkrankheit und Sodbrennen haben somit ein erhöhtes Risiko. Weiterhin sollte jeder Patienten mit chronischen Oberbauchbeschwerden bzw. Völlegefühl und Unwohlsein, häufigem Erbrechen oder Schluckstörungen untersucht werden.

Methoden der Vorsorgeuntersuchung:
 
Die zuverlässigste Methode den oberen Verdauungstrakt auf suspekte Gewebeveränderungen hin zu untersuchen ist die Magenspiegelung. Diese Untersuchung der Speiseröhre und des Magens ist schnell und sicher, ein wenig unkomfortabel, jedoch ein erfahrener ärztlicher Untersucher hält das Ausmaß dieser Beeinträchtigung sehr gering. Vor der Untersuchung wird eine sanfte Beruhigung durch Medikamentengaben bewirkt. Während der Untersuchung können Probe-Gewebeentnahmen zur anschließenden Diagnostik von jeder suspekten Geweberegion genommen werden. Manche frühe Gewebeentnahmen können sogar eine totale Entfernung des fraglichen Bezirkes durch das Endoskop bedeuten und sogar eine Operation verhindern.


Kosteneffizienz:
 
Die Kosten für eine Dickdarm-/Enddarm- oder eine Gastroskopieuntersuchung ohne Gewebeentnahme sind gegenwärtig bei ca. 200,- € anzusiedeln.
 

 


 

 

 


 
   
   
   
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